Folkwang Schauspielstudierende des 3. Jahrgangs laden ab dem 30. September bei freiem Eintritt zum Bewegungsprojekt 2026 ins Folkwang Theaterzentrum am Campus Bochum ein. In diesem Jahr beschäftigt sich das Bewegungsprojekt mit der Frage nach Veränderungen in Wahrnehmungen und Verhaltensweisen der Darstellenden. „Im Angesicht“ bietet aus verschiedenen Perspektiven einen sehr persönlichen Blick der Studierenden auf eine Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Identität und den Austausch von Erfahrungen.
Im Mittelpunkt der Arbeit stand das Thema „Sehen und Gesehenwerden“. Gemeinsam haben die Studierenden untersucht, ob sich die eigene Wahrnehmung und das Verhalten verändern, wenn eine Kamera die Person begleitet oder ein menschliches Auge Körper und Bewegungen beobachtet. Dabei haben die Studierenden Fragen verhandelt wie: Wenn sich verschiedene Perspektiven auf ein und dieselbe Situation richten, welche Sichtweisen und Gedankenräume eröffnen sich? Hat die Qualität eines Kontakts Auswirkungen auf das innere Selbst? Kann es authentisch bleiben oder bildet sich eine schützende Schicht?
"Jeder Mensch sieht dasselbe auf unterschiedliche Weise. Wenn wir alle die Aufgabe bekämen, dieselbe Situation zu filmen, wäre das Ergebnis für jeden Menschen einzigartig. Es macht vielleicht nur für die Person selbst und aus einer eigenen Perspektive Sinn. Alles eingefangen in einem physischen Gehäuse, der Kamera“, sagt Folkwang Student Sam Petersen über die Arbeit.
Die Premiere von „Im Angesicht“ findet am 30. September um 19.30 Uhr im Theaterzentrum Bochum (Friederikastraße 4) statt. Weitere Vorstellungen sind am
01. und 02. Oktober. Der Eintritt ist frei. Kartenreservierungen können unter vittinghoff@folkwang-uni.de oder telefonisch unter 0201_6505 1700 bei Roman Vittinghoff vorgenommen werden.
Zum Bewegungsprojekt
Jedes Jahr realisieren Schauspielstudierenden des 3. Jahrgangs an der Folkwang Universität der Künste ein Bewegungsprojekt. Diese Produktionen entstehen im Rahmen eines gemeinschaftlichen Prozesses, in dem die Studierenden die darstellerischen Möglichkeiten im physischen und nonverbalen Ausdruck jenseits von Worten und Sprache erforschen.

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